Anmerkungen zu "symmetry-analysis", dem Beitrag von BlitzMoritz zum BCC24, 27.02.2009

Ich hatte von Anfang an im Blick, Symmetrien unabhangig von der Farbgebung zu ermitteln,
spielen die zu Anfang ermittelen RGB-Werte fr alles Weitere eigentlich gar keine Rolle mehr.
Ich konzentrierte mich vielmehr auf das, was der menschlichen Intelligenz offensichtlich
"symmetrisch" einleuchtend erscheint: wiedererkennbare Formen und Umrisse.
Und diese Umrisse oder Kanten sind farbunabhangig. Sie ergeben sich vielmehr dort, wo die
Unterschiede der Farbwerte auf kleinem Pixel-Raum relativ gro bzw. kontrastiv sind.
Sofort parallel zum anfanglichen Einlesen der ARGB-Werte, ermittelte ich diese Kontrastwerte.
Nur jene Pixel, die einen sensiblen "Erfahrungswert", definiert durch die Variable ContrastLimit,
bersteigen, wahlte ich fr die spateren Algorithmen aus. Ich merkte mir quasi ausschlielich
die Kanten. In der Praxis waren das ungefahr zwischen 500 und 2000 Pixeln. Auf jeden Fall viel
weniger als alle 10000 Pixel des Bildes.
Hernach ging es daran, alle potentiellen Achsen, die sich gema Aufgabe im mittleren Neuntel
des Bildes befinden auf Folgendes zu untersuchen:
Fr jede potentielle Achse ging ich alle vorab ausgewahlten Pixel durch, spiegelte sie an der
Achse und berpfte, ob der gespiegelte Punkt ebenfalls zu den ausgewahlten Kantenpixeln gehrt
und damit als "Treffer" bezeichnet werden kann.
In der Praxis knnen sich hierbei natrlich Fehldeutungen einschleichen, wenn zufallig Auswahlpixel
getroffen werden, die aber gar keine Spiegelpunkte sind. Der Trumpf des Algorithmus besteht aber
darin, dass sich in der Summe dieser Treffer jene Achse durchsetzen wird, die die meisten Treffer
hat - und das ist dann tatsachlich die Symmetrieachse.
Dieser quasi "statistische Algorithmus" erwies sich daher sogar dann als relativ treffsicher,
wenn beispielsweise

	die beiden Symmetriehalften kontrare Farben besitzen (Image5),
	zusatzlich alles weichgezeichnet und als jpg gespeichert wird (Image6),
	die Symmetrie gar nicht echt gegeben, sondern verzerrt ist (Image7),
	die Symmetrie durch ein zusatzliches unsymmetrisches Element gestrt wird (Image8),
	ein menschliches Gesicht oder ein Tief symmetrisiert werden sollte (Image9 und 10).

BlitzMoritz


